Gut eine Stunde redet nun SuperCoach Ulli in leisem, becircend-monotonen Ton. Die "Kunden" lauschen noch immer gebannt Ullis andächtigen, aber keinesfalls einlullenden Worten und es ist davon auszugehen, dass Ulli mit seinen Ausführungen zu "Geschäftsbindungungen" das Ende des Welcoms einläutet.
Doch dann schwenkt Ulli, der zwischenzeitlich mein volles Vertrauen genießt, abrupt auf ein mir verdächtig erscheinendes Thema um, nämlich die Pflicht, sich unbedingt vor Arbeitsaufnahme in die Maschinen einweisen zu lassen.
Was hat Maschinenarbeit denn bloss mit Bewerbungstraining zu tun? Und wäre es nicht ohnehin die Pflicht des Arbeitgebers - vorausgesetzt man kommt überhaupt in Arbeit - den neuen Mitarbeiter , insofern er Maschinenarbeit verrichtet, gewissenhaft in die Maschinenarbeit und notwendige Sicherheitsmaßnahmen einzuführen?
Hat A4e ein derart großes Selbstvertrauen, dass davon auszugehen ist, dass das auf 9 Monate angelegte "Bewerbungstraining" innerhalb kürzester Zeit alle "Kunden" in Arbeit bringen wird? Mir fällt wieder ein, dass von "Softkills" die Rede war und auch, dass dieser Begriff von einem deutschen Raketen-, Rüstungs- und Panzerhersteller gebraucht wird.
Dennoch fühle mich plötzlich richtig gut aufgehoben und bin immer noch optimistisch.
Die Bedenken, dass A4e aus uns "Kunden" Fließbandarbeiter machen will - vielleicht sogar bei besagtem Raketen-, Rüstungs- und Panzerhersteller, der sogar Handgranaten und Mikrowellenfahrzeuge herstellt, unterwerfen sich meinem gnadenlosen Optimismus und der obsiegenden Zuversicht, dass A4e mein Leben mit neuem Glanz erhellen wird.
Immerhin, selbst wenn wir "Kunden" von A4e in Werkshallen des Rüstungsausstatters vermittelt werden, müssen wir A4e dankbar sein, dass SuperCoach Ulli uns in 60 Sekunden in die Geheimnisse von Arbeitsschutzmaßnahmen eingewiesen hat. Das wird uns "Kunden" sicher vor dem Schlimmsten bewahren.
Montag, 4. Mai 2009
Softkills, Raketen und die Maschineneinweisung
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wenn die jemand duzen wollen solln sie dahin gehn wo das üblich ist.
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