Obgleich wir alle, also die anwesenden "Kunden" uns bereits - wenigstens theoretisch - die Geschäftsvereinbarungen anhand der aufgelegten Over-Head-Folien haben durchlesen können, während SuperCoach Ulli, dessen Nachname mir verborgen blieb, uns gleichzeitig in andächtigem Beinahe-Flüstermodus Ähnliches erklärt, bekommen wir im Anschluss an die Flut von Folien das "Schriftliche" ausgehändigt.
Das "Schriftliche" ist eine 5-seitige, mit größtmöglicher Akribie zusammengetackerte A4e-Geschäftsbedingung, von Rhetorik-Guru Ulli liebevoll als "Spielregeln" tituliert.
Das Lesen des schriftlichen Meisterwerks hebe ich mir für zuhause auf, damit nicht nur ich, sondern auch mein Wohnraum mit all dem von A4e in Aussicht gestellten ganzheitlichen Feeling of "improving peoples´s live" ausgestalten zu können.
Zugegeben, als Vollblut-Hartzi hab ich keinen blassen Schimmer, was "improving people´s live" eigentlich ist, aber macht nix, hört sich ja trotzdem auf alle Fälle super an.
Nachdem ich meine Kinder ins Bett gebracht habe, buzze ich meine in Frankreich lebende Freundin über den Messi an. Sie möge mich bitte anrufen, denn im Gegensatz zu mir kann sie sich eine Euro-Flat leisten. Schließlich soll A4e bereits in Frankreich etabliert und sehr erfolgreich sein. Und für den Fall der Fälle ist es für meine Freundin sicher hilfreich zu wissen, von wem sie sich künftig improven lassen kann.
Ich rezitiere ihr die Geschäftsbedingungen länderübergreifend und global und merke, wie sie mich um den neuen Glanz in meinem Leben beneidet.
Auch wenn daran unsere Freundschaft möglicherweise zerbrechen mag, ich vertraue weiter auf A4e und fühle mich gut aufgehoben.
Montag, 4. Mai 2009
improving people´s live
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