Freitag, 1. Mai 2009

A4e: Der Flyer - das Aushängeschild Part 2

Konkrete Details aus dem Programm "Ganzil" von A4e (= Action for employment) lassen sich dann auf Spalte 3 des 1-seitigen handkopierten Din-A-4 Flyers erahnen.

Bewerbungsfotos und -mappen
Für alle Kunden werden Fototermine koordiniert (ja, was so ein echter Hartzi ist, hat eben keine Rechte auf Selbstbestimmung oder sowas). A4e zeigt sich zudem über alle Maße großzügig, als echter Befürworter von Menschenrechten und ausgestattet mit überaus menschlicher Empathie. Denn, so lässt A4e in seinem 1-seitigen Din-A-4 Flyer wissen:

Bei Bedarf stellen wir Ihnen für die Aufnahmen angemessene Kleidung zur Verfügung, damit Sie professionelle Bewerbungsfotos erhalten.


Man hat also erkannt, dass der Leistungsbezug von Hartz-4 ein generierender Faktor für Armut und Verwahrlosung ist und man weiß, dass Hartz-4-Empfänger vornehmlich nur noch in Sack und Lumpen daher kommen. Es versteht sich natürlich von selbst, dass die Klamotte nur eine Leihgabe für die Anfertigung der Fotos ist.

Das hier dem möglichen zukünftigen Arbeitgeber eine Mogelpackung verkauft werden soll den Hartzis nur dann "menschenwürdige" Leistungen angedacht werden, wenn man selbst mit ihnen Geld verdienen kann (jaja, A4e ist schließlich ein über 300 Millionen schwerer Multi, der ja irgendwoher die Milles haben muss), könnte so manchen Leser nachdenklich und skeptisch über die Bemühungen von A4e stimmen.

Was zu tun ist, wenn diese Verarsche aus den Bewerbungsunterlagen spätestens beim Vorstellungsgespräch oder erst nach Arbeitsaufnahme auffliegt, bleibt auch in dem informativen handkopierten Din-A-4 Flyer verborgen.

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