Gut, vielleicht habe ich das ein oder andere Mal übertrieben, als ich im vorigen Post den Flyer von A4e erwähnt habe. Dennoch bin ich optimistisch und muß die Hoffnung haben, dass wenigstens das Programm professioneller ist, als der handkopierte Flyer.
Nun aber mal zu den Inhalten des Flyers, denn die sind es zweifelsfrei wert, mal näher drauf zu schaun.
A4e unterteilt sein maximal 9-monatiges Programm in drei Phasen.
Orientierungsphase
- Welcome
- Analyse der persönlichen und beruflichen Situation
- Erstellung des individuellen Aktionsplans
Diese dürfte ja in ca. 30 Sekunden bereits abgeschlosssen sein (Willkommen, gut dass Sie hier sind und wir an Ihnen verdienen. Sie sind arbeitslos, haben 3 Kinder und sind allein erziehend. Bewegen Sie Ihren Arsch und gehen arbeiten!)
Trainingsphase
Das verpflichtende modulbasierte Training soll grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten für die Integration in den 1. Arbeitsmarkt vermitteln. Eine 7-tägige Intensiveinheit soll zu Beginn des Programms stattfinden. Andere Module folgen. Hier mal die besten: Hindernisse (Kinder), Recherchetechniken zur Jobsuche (vielleicht das Erlernen des Alphabets?), Softkill (warum nur benutzt ein deutscher Raketenhersteller diesen Begriff ebenfalls?), PC-Training (ja doch, hab ich auch echt nötig), Kommunikationstraining (ich bin wirklich wenig kommunikationsfähig, vor allem wenn die Zahlung des Hartz-4-Satzes ausbleibt und der Telefonanschluss gekappt wird), Zeitmanagement (mit 3 Kindern und allein erziehend hat man das sicher noch nicht gelernt), usw.
Coachingphase(nicht zu verwechseln mit Couchingphase)
Mindestens 1x pro Woche ist eine individuelle Beratung vorgesehen. Künftig werden also die Hartzis betreut. Ergebnisse aus Zielvereibarungen werden überprüft und neue geschlossen.
Hat man in der Maßnahme eine Beschäftigung aufgenommen, so lässt A4e wissen, ist man gerne bereit, eine "umfassende Nachsorge" und "Unterstützung am Arbeitsplatz" zu erbringen. Man will ja schließlich "sicherstellen", dass die "Beschäftigung zukunftsfähig" ist. Erstmal heißt es "bei Bedarf".
Im nächsten Abschnitt stellt sich das A4E-Team vor.
SozialCoach (Berater)
Der persönliche SozialCoach steht dem Kunden künftig für nahezu alles zur Verfügung.
JobCoach
Die A4e-JobCoaches akquirieren und pflegen Kontakte zu regionalen und überregionalen Arbeitgebern. Sicher heißt das nicht, das A4e eigene Firmen betreibt, und sich billige Arbeitskräfte besorgt.
Nachbetreuung
Ein A4e-Mitarbeiter kümmert sich um die Betreuung und Unterstützung der Kunden, die eine Beschäftigung aufgenommen haben. Wohl dem, der bisweilen glaubte, man wäre nur solange "Kunde" vom Jobcenter, wenn man nicht beruftstätig ist.
Sachbearbeiter
Kümmert sich um die notwendige Verwaltung und hat immer ein "offenes Ohr" (das glaub ich gern).
Freitag, 1. Mai 2009
A4e: Der Flyer - das Aushängeschild Part 1
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen